Der reiche Sack verdient Geld im Internet, ihr nicht ;-)

reicher-sackUnbestritten gehört der Reiche Sack (alias Matthias Salk) zu den Königen der Geld im Internet Marketing Szene. Doch im Gegensatz zu den sich öffentlich zur Schau stellenden Gurus wie Kris Stelljes, Heiko Häusler oder Sven Meissner hält sich der Reiche Sack vornehm zurück. Es gibt z.B. keine Fotos von Matthias Salk, und das hat seinen Grund. Denn er existiert gar nicht, der gute Matthias. Es handelt sich bei dem Namen m. E. nur um ein Pseudonym. Berühmt gemacht hat ihn sein gleichnamiges eBook „Der Reiche Sack“, das aktuell für ca. 30 Euro auf seiner Homepage zu haben ist.

Was mich auch immer wieder amüsiert bei meinen Recherchen zum reichen Sack ist das Verhalten seiner Gefolgschaft. Wo auch immer im Internet ein kritischer Artikel über sein eBook erscheint, da tauchen auch immer wieder Verfechter und Fans seiner Produkte auf. Dafür kann es natürlich verschiedene Erklärungen geben. Das Produkt ist einfach gut, oder das Produkt ist zwar nicht ganz so dolle, aber die Affiliate Provision ist so verlockend, dass das Produkt den Provisionsjägern Kommentatoren in einem sonnigeren Licht erscheinen mag. Es mag durchaus noch weitere Erklärungen geben, die zu nennen spare ich mir hier.

Eine der wenigen Ausnahmen die ich finden konnte, die sich sehr kritisch mit dem reichen Sack auseinander gesetzt hat, hat leider ein unrühmliches Ende genommen. Der eigentliche Beitrag wurde gelöscht, die verbliebenen Kommentare haben aber ihren eigenen Reiz und hohen Unterhaltungswert. Ähnlich unterhaltsam ist auch das folgende Video vom „Rich Jerk“, der mit hoher Wahrscheinlichkeit dem reichen Sack als Vorbild und Namenspatron gedient hat.

Das Video existiert leider nicht mehr, es wurde aus Urheberrechtsgründen von Youtube entfernt.

Was m.E. noch viel bemerkenswerter ist, fast keiner der Blogger und Reiche Sack Tester kann sich dazu durchringen, trotz teilweise kritischer Worte, auf den Affiliate-Link zum Buch zu verzichten. Zu verlockend ist die schnell verdiente 10€ Partner-Provision. Dass das aber mit dem Geldverdienen nicht ganz so einfach ist, wie auf der Website vollmundig versprochen, das kann man sich z.B. in folgendem Galileo TV Beitrag zum Geld verdienen ansehen.

Kommen wir zum Schluss, ich war so frei und habe mir das eBook gekauft. Gelernt habe ich dabei auch einiges. Nämlich, dass man das eBook auch mit der Hälfte der Seiten hätte herausbringen können, ohne auf Inhalte zu verzichten. Soll heißen, der Autor ist großzügig mit dem zur Verfügung stehenden Platz umgegangen. Und dass man sich schon ein wenig mehr Mühe geben sollte, wenn es um SEO relevante Dinge geht. Einige der vom Reichen Sack genannten „billigen“ Linkquellen (Social Bookmark Plattformen, Artikelverzeichnisse, Webkataloge und Presseverteiler), bei denen sich die angehenden Internet Geldverdiener bedienen sollen/dürfen, sind m.E. für die Tonne. Wer das für bare Münze nimmt und auch sonst keine „besseren“ Links verlegt bekommt, der hat in Zeiten des Pinguins schnell Google zum Feind. Und das bedeutet, es wird nix mit den Besuchermassen. Und damit auch nicht mit dem Geldverdienen. Und das heißt: Der reiche Sack verdient Geld im Internet, ihr wahrscheinlich nicht.

Und wie ihr bemerkt haben dürftet, es gibt hier keinen Link und erst recht keinen Affiliate-Link zum Bewerben des Produktes. Ich möchte hier Aufklärung betreiben, nicht Gewinnmaximierung. Was ich dem reichen Sack zu Gute halten muss, sein Buch sorgt für entsprechende Motivation bei den Lesern. Dafür mögen die derzeit 30 Euro nicht mal eine so schlechte Investition sein. Was ich ihm vorwerfe, er erweckt den Eindruck, jeder könne mit erträglichem Aufwand ein stattliches Einkommen erzielen. Dagegen sprechen Aberhunderte gescheiterter Webprojekte, die seine Anhänger im Internet hinterlassen haben. Und auch inhaltlich hat der Zahn der Zeit an seinem eBook genagt – und seinen Lesern Affiliate-Links im Buch unterzujubeln ist auch nicht die feine englische Art. Zumindest wenn man nicht mal darauf hinweist. Und über die Footerlinks in den Template Seiten reden wir besser erst gar nicht.


(c) Can Stock Photo

Gerald Über Gerald

Schreibt und bloggt normalerweise über Suchmaschinen, deren Optimierung und in diesem speziellen Falle ausnahmsweise auch mal über das Geld verdienen in und um das Internet. Und möchte klarstellen, dass das mit dem Verdienen im Internet in der Regel nicht so schnell und einfach funktioniert wie viele Geldverdienen Gurus das ihre Leser glauben machen wollen. Genauso wie in der Offline-Welt muss auch im Web / online ordentlich gearbeitet werden, damit am Ende ein paar Euros übrig bleiben.

Kommentare

  1. Hahaha, die Video vom Original sind ja geil! Danke …

  2. Hallo Gerald,

    habe mir anno 2009 oder 2010 auch das eBook gekauft, weil ich einfach neugierig war und es damals auf Selbständig im Netz beworben wurde. Einen wirklichen Mehrwert liefert das Produkt eigentlich nicht – es ist eine Zusammenfassung von Grundlagen mit einer Vielzahl an Versprechen.

    Viele Grüße

  3. Wolfgang meint:

    Hallo zusammen und danke,
    hätte den reichen Sack beinahe gekauft, weil es ja eine Geld zurück-Garantie gibt. Allerdings wird weder hier noch bei Gallileo näher darauf eingegangen. Würde mich schon interessieren, ob es das Geld nach 14 Tagen wirklich wieder zurück gibt.

    MfG

  4. Geniales Video. Bei den Amis weiß man ja nie: ist das echt oder Verarsche? LG

  5. Gerald Gerald meint:

    @Wolfgang Ich gehe schwer davon aus, dass das mit der Geld zurück Garantie ordentlich abläuft. Bei wahrscheinlich Tausenden von Käufern, die das bislang in Anspruch genommen haben wäre sonst der Aufschrei kaum zu überhören.

  6. Ich hab mir das E-Book vom reichen Sack auch gekauft. Verlangte dann aber mein Geld zurück und bekam es auch. Als professioneller Blogger würde ich mich nicht bezeichnen, semi pro passt wohl..
    Naja und da brachte mich das E-Book nicht wirklich weiter.

    Für Laien oder Amateure ist es meines Erachtens jedoch empfehlenswert.
    Es ist einfach geschrieben, erweckt die Lust auf mehr und relativ umfangreich ist das E-Book auch.

    Für einen Webstart ist es also ideal. Finde ich halt. Ist also meines Erachtens die 30 Euro Wert. 🙂

    Klar packt es nicht jeder, dann in der Realität dementsprechend Geld zu verdienen. Das sind prozentuell betrachtet nur die allerwenigsten. Aber daran sind die Leute Schuld. Fleiß, Motivation, Power etc.
    Sind halt viele Eigenschaften, die man benötigt, um sein Ziel zu erreichen. 🙂

    Die Masse raucht, sauft, die die nicht arbeiten, sind großteils sowieso faul (Ausnahmen bestätigen die Regel), die die arbeiten, haben meist nicht genügend Energie für nen Nebenjob, Kids, Familie, Krankheiten etc.

    Außerdem leben wir in einem Sozialstaat. In Österreich ist das Existenzminimum rund 800 Euro. Mußt also nix leisten und „verdienst“ monatlich 800. Solche Menschen verlangen in der Regel wiederum nicht viel vom Leben. Kleine Wohnung, geht sogar kleines Auto…

    Fazit
    D.h. im Web gibts noch genug Möglichkeiten richtig Kohle zu machen, aber dafür muß man etwas leisten. 😉

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